Hochwang
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Lüen / Castiel / Calfreisen

Von der wilden Plessur bis hinauf zum Montalin

Die drei Dörfer Lüen, Castiel und Calfreisen erstrecken sich auf drei Stufen, von der Talsohle an der wilden Plessur, bis hinauf zur Bergspitze des Montalin. Die Geschichte der drei Dörfer könnte unterschiedlicher nicht sein. Was sie verbindet ist das alle drei Dörfer das Tor zur Gemeinde Arosa sind.
Lüen  | © Nina Mattli

Lüen

Auch bekannt als „Schanfigger Riviera“, ist klimatisch so mild, dass Trauben, Kiwis und Aprikosen gedeihen. Das Dorf liegt an der Bahnlinie Chur – Arosa und ist die erste Station nach Chur Stadt. Der grosse Dorfbrunnen bildet das Zentrum von Lüen. Um ihn herum bilden die stattlichen Holzhäuser in Strickbauweise ein pittoreskes Dorfbild. Ein Säumerpfad führte von Lüen zur Plessur hinunter auf die andere Talseite nach Praden. Noch heute wird dieser genutzt um in den Sommermonaten das Alpvieh auf die satten Weiden der Alp Urden zu treiben. Ein zweimaliges Spektakel, Ende Juni und Ende September.

Castiel | © Nina Mattli

Castiel

Castiel wurde erstaunlich früh besiedelt. Auf der Hügelkuppe Carschlingg oberhalb der Kirche sind verschiedene prähistorische Besiedlungsphasen und römischer Siedlungsbau nachgewiesen. Das Prunkstück des Dorfes ist das Podestà-Haus, im Volksmund „Tobel-Hus“ genannt. Es wurde 1619 für Landammann Luzius Schmid erbaut und gilt als das schönste Haus und eines der wertvollsten Baudenkmäler im Schanfigg. Das Dorf liegt an der Postautolinie Chur-Peist. Vom Bahnhof Lüen erreichen Sie Castiel in rund 30 Gehminuten.

Calfreisen  | © Nina Mattli

Calfreisen

Calfreisen liegt auf einer Sonnenterrasse abseits der Kantonsstrasse und ist von der Postautohaltestelle «Calfreisen», an der Linie Chur-Peist, in 15 Gehminuten erreichbar. Das kleine, beschauliche Dorf hat einen wunderschönen Dorfkern. Es gibt zahlreiche alte Holzhäuser, die eng aneinandergebaut sind und fürsorglich gepflegt und renoviert werden. Das Dorf Calfreisen wird in der Liste der Ortsbilder von nationaler Bedeutung (ISOS) geführt. Der Hausberg Montalin (2.266m), nahe der Stadt Chur gelegen, ist ein abwechslungsreiches Ausflugsziel im Sommer wie auch im Winter. Der Gipfel bietet eine atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Bündner Alpen und das Bündner Rheintal. 

Dorfverein Calfreisen
Kraftwerk | © Nina Mattli

Kraftwerk Lüen

Lüen - Kraftort mit Kraftwerk. Seit 1914 wird im Kraftwerk Lüen Strom aus Wasser produziert. Nach über 100 Jahren dreht sich eine der ersten Turbinen-Generatorgruppe noch immer «mit 50 Hz» und macht sauberen Strom. 1983 übernahm Arosa Energie das Kraftwerk in Lüen und bietet Führungen an. 
Zum Kraftwerk
Kirche Lüen  | © Nina Mattli

Kirche St. Zeno Lüen

Die schlichte kleine Kirche in Lüen wurde laut Stiftungsurkunde anno 1084 von romanischen, reichsfreien Bauern zu Ehren des Bischofs Zeno, dem Stadtheiligen von Verona, errichtet. Warum dieses Gotteshaus in vielen Kunstreiseführer als Sehenswürdigkeit angepriesen wird, offenbart sich im Innern der Kirche. Die Wandmalereien aus der Werkstatt des Waltensburger Meisters stellen in beeindruckender lebendiger Bildsprache den Lebenszyklus von Jesu Christi dar. 
Kirche Castiel | © Nina Mattli

Kirche Castiel

Auf einem Aussichtsreichen Hügel thront die reformierte Dorfkirche, die im spätgotischen Stil erbaut wurde ist. An der Ostseite ist ein altes Christophorus- Bild. Früher als die Strasse noch durch das steinschlaggefährdete Tobel führte, tankten die reisenden hier Kraft und holten sich den Schutz des Heiligen um die gefährliche Durchquerung in Angriff zu nehmen. Mit der neuen Brücke über das Castielertobel, welche im 2004 eröffnet wurde, vereinfachte sich die Durchreise. 

Carschlingg

Ausgrabungen haben gezeigt, dass der Ort bereits etwa 1500 v. Chr. besiedelt war. In den 70iger Jahren fand man Siedlungsreste und Gegenstände aus der Mittelbronzezeit (ca. 1600 -1300 v. Chr.) aus der Eisenzeit, Römerzeit und dem frühen Mittelalter. Die Archäologen fanden hier unter anderem auch einen intakten Bronzehelm aus der Eisenzeit. Der Ort Castiel wird unter dem Namen Castellum im Jahr 1132 erstmals urkundlich erwähnt. Auf dem Hügel Carschlingg, oberhalb der Kirche, steht heute das Schulhaus Castiel. 
Calfreisen  | © Nina Mattli

Gastfreundschaft

Castiel wird von der Landwirtschaft geprägt. Hofläden bieten ihre geschätzten Produkte an und bei einer Einkehr im Restaurant Pasunna trifft man Einheimische und Gäste. 
Calfreisen  | © Nina Mattli

Burgruine Bernegg

Das Wahrzeichen von Calfreisen ist die Burgruine Bernegg. Sie wurde erstmals im 1231 erwähnt und war Sitz der Herren von Calfreisen. Eine Urkunde von 1312 nennt den verstorbenen R. quondam dictus de Kafrais (Calfreisen). Das Geschlecht gehört zum Schanfigger Dorfadel und stand im Dienst der Freiherren von Vaz und des Bistums Chur. Im 15. Jahrhundert gelangte die Burg Calfreisen in den Besitz des Bündner Adelsgeschlechtes der von Sprecher, dessen Ursprung im Fondei weist. Erst zu diesem Zeitpunkt erhielt die Burg den Namen „Bernegg“. Das Bruchsteinmauerwerk des Turms bildet im Grundriss ein Rechteck von ca. 11 auf 13 m. Ursprünglich war der Turm ca. 15m hoch und verfügte über 4 Stockwerke. 
Foto | © Nina Mattli

Schanfigger Höhenweg

Hochalpine Wanderung durch das Schanfigg.
Der Schanfigger Höhenweg kann in sechs Tages-Etappen bewältigt werden und führt über markierte Wanderwege oberhalb der Waldgrenze rund ums Schanfigg. Durch duftende Alpwiesen über kleine Bäche vorbei an lauschigen braungebrannten, windschiefen Bargen marschieren, bedeutet Erholung für Körper und Seele. Und die grandiose Bergkulisse über dem Schanfigg ist Belohnung genug, den Höhenweg unter die Füsse zu nehmen. Auf der Peister Alp trifft man zufrieden weidende Kühe, die den Wanderern neugierig entgegenblicken. Gemütliche Hütten und heimelige Gasthäuser entlang der Wanderroute laden die Berggänger zum Verweilen und Übernachten ein.
Wanderschuhe schnüren
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