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Renaturierungsprojekte

#herzklopfafürmorgen

Für unsere Bauprojekte im Skigebiet (Beschneiung, neue Transportanlagen, Pistenkorrekturen etc.) leisten wir jeweils Ersatzmassnahmen gemäss dem Natur- und Heimatschutzgesetz. Diese Projekte werden in Absprache mit dem Amt für Natur und Umwelt, Spezialisten, sowie in Zusammenarbeit mit Umweltingenieuren und Landschaftsplanern umgesetzt. Nachfolgend zwei Beispiele einer Renaturierung im Rahmen solcher Ersatzmassnahmen.       

Hochmoor Usserberg

Das Hochmoor Usserberg wurde in den 1950er Jahren drainiert, da man sich damals einen Gewinn an fruchtbarem Landwirtschaftsland versprach. Aufgrund der Bodenverhältnisse hat sich diese Hoffnung allerdings nicht erfüllt, denn das Hochmoor ist heute weder gut bewirtschaftbar noch fruchtbar. Der wertvolle und in der Schweiz sehr seltene Hochmoorlebensraum hingegen wird durch die Drainagen stark beeinträchtigt.

Das Ziel einer Moorrenaturierung ist ein wachsendes, Torf bildendes Moor mit einer hochmoortypischen Pflanzenzusammensetzung. Die Voraussetzung dafür ist, dass das regelmässig absterbende Pflanzenmaterial nicht vollständig verrottet, sondern sich wegen der Sauerstoffarmut im Boden laufend ablagert und so organisches Material im Moor anreichert. Für diesen Prozess ist ein permanent hoher Grundwasserspiegel erforderlich, welcher die Sauerstoffarmut im Boden sicherstellt und somit das Wachstum des Moors und der moortypischen Pflanzen ermöglicht.

Für die Mooraufwertung ist daher wichtig, dass die Zu- und Wegleitungen von Wasser unterbrochen werden. Die unterirdischen Drainagen werden verstopft und die oberirdischen Gräben mit Holzplatten gestaut, mit Sägemehl gefüllt und mit Rasenziegeln und Torf wieder bedeckt.

Das Hochmoor Usserberg ist ein Hochmoor von nationaler Bedeutung. Mit den im Sommer 2015 realisierten Massnahmen zur Renaturierung und Regeneration konnte das Hochmoor von einer weiteren Degeneration gerettet und deutlich aufgewertet werden.

Regeneration Riedboden

Vor den Regenerationsmassnahmen hatte die Hochmoorfläche Riedboden-Beeriwald in Parpan einen langen Graben, welcher dem Gebiet Wasser entzog. Dies führte dazu, dass teils grosse Bäume wachsen konnten, welche dem Moor zusätzliches Wasser entzogen und zudem die seltenen und gefährdeten Moorlebewesen und moortypischen Pflanzen verdrängten.

Um den natürlichen Wert des Gebietes mit seinen spezialisierten Pflanzen und Tieren langfristig zu erhalten, aber auch um die Wasserrückhaltefähigkeit des Moores zu erhöhen, wurde das Moor im Jahr 2009 im Auftrag der Lenzerheide Bergbahnen AG renaturiert.

Damit das Hochmoor wieder seine ursprüngliche Ausprägung erhalten konnte, war es wichtig, dass der Riedboden einen möglichst oberflächennahen, wenig schwankenden Grundwasserspiegel sowie keinen oder nur einen spärlichen Baumbestand aufweist. Der Graben, welcher dem Hochmoor Wasser entzog, wurde mit Holztafeln gestaut und danach mit Torf und Sägemehl gefüllt. Die bestehende Bodenvegetation wurde zuerst entfernt und nach der Füllung zurückgelegt. Ebenfalls wurden die Bäume auf der Moorfläche in zwei Etappen entfernt. Nun erfolgen ein jährlicher Streuschnitt in den Randmoorbereichen sowie eine Pflege der Hochmoorflächen bei Bedarf.

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