Etappe 2, Hüttentour Mittelbünden; Sapün – St. Antönien

Mittelbünden gilt als die unbekannte Schönheit Graubündens. Das Schanfigg und das Prättigau kennen viele von der Durchfahrt, doch hier liegen einige der Mountainbike-Perlen Graubündens. Auf der dreitägigen Mountainbike-Hüttentour durch die alpine Bergwelt Mittelbünden werden zwei der aussergewöhnlichsten Berghäuser angefahren.

Der zweite Tag beginnt mit dem wunderbaren Frühstück im Berggasthaus Heimeli und der darauffolgenden Abfahrt bis nach Langwies. Die Route führt teilweise über die Schotterstrasse, wenig unterhalb dem Berggasthaus aber auch über ein gutes Stück auf wunderbar flüssigen Singletrails. Das Dorf Langwies am Ende der Abfahrt ist der Ausgangsort des langen Aufstiegs in das Fondei-Tal. Eine schmale Asphaltstrasse führt zum 550 Höhenmeter weiter oben gelegenen Walserdorf Strassberg. Noch ist der Kulminationspunkt aber nicht erreicht. Dafür sind weitere 200 Höhenmeter zu überwinden, anfänglich nur leicht steigend auf einer Schotterstrasse. Nach der Häusergruppe Sattel wird aus der Strasse ein Singletrail und das Bike muss auf diesem letzten Stück immer wieder geschoben werden, ausser man hat Kraft in den Waden wie Nino Schurter – oder dann eben ein E-Bike. Doch die Schieberei ist nicht umsonst. Der Durannapass mit dem Grüensee ist ein idyllischer Fleck, ein Erfrischungsbad im glasklaren Wasser liegt geradezu auf der Hand.

Vom Durannapass gehts in die aussergewöhnlich lange Abfahrt nach Küblis. Dafür quert man zuerst die Hochebene und steuert dann bei der Alp Obersäss in den Abfahrts-Trail. Dieser ist im ersten Abschnitt ruppig und anspruchsvoll und kann über die Schotterstrasse umgangen werden. Etwas weiter unten beginnt dann der nächste Abschnitt der Abfahrt: ein geschmeidiger Trail windet sich durch den Wald, stellenweise etwas feucht, mit zunehmender Distanz aber immer flüssiger. In dieser Art und Weise führt die Abfahrt insgesamt während 1300 Höhenmeter bis direkt nach Küblis.

Um zum Zielort St. Antönien zu gelangen, hängt man das Bike idealerweise an den Heckträger des Postautos und spart sich dabei den 600-Höhenmeter-Aufstieg. Das ist gut investiert, denn noch ist ein letztes Stück Aufstieg bis zum Berghaus Sulzfluh nötig. Mit dem Postauto fährt man bis zur Endstation Garstett und folgt ab da dem asphaltierten Strässchen hoch bis Partnun. Auf diese Weise schlagen nochmals 130 Höhenmeter zu Buche, dafür hat man sich den Apéro auf der Terrasse des Berghaus Sulzfluh verdient!

Etappen: