Projekte

Arosa Bergbahnen AG

Service- und Dienstleistungsqualität sowie Sicherheit sind für die Arosa Bergbahnen AG zentrale Elemente in der Unternehmensstrategie. Das perfekte Gästeerlebnis ist entscheidend, damit Arosa Lenzerheide im Sommer und im Winter mittel- bis langfristig national und international bestehen kann. Die Verantwortlichen der Arosa Bergbahnen AG werden den Weg der qualitativen Weiterentwicklung im Schneesport- und Sommergebiet auch künftig konsequent weitergehen.

Piste 12 Beschneiung

«Black Diamond Slope» (Piste 12) Schneesport-Leckerbissen am Brüggerhorn
Der Start der «Black Diamond Slope» beginnt oben am Brüggerhorn auf 2447 m ü. M. Die Piste zweigt vor dem Denkmalhang ostwärts ab. Unterhalb der Brüggerhorn-Schulter verläuft die Piste sanft coupiert mit einem traumhaften Panorama bis zum Einstieg in den wahrhaft echten Steilhang. Dieser hat es in sich. Nach dem Einbiegen ins Tomelitäli endet die Piste am Skilift Tomeli Tal.

Mit der technischen Beschneiung der «Black Diamond Slope»-Piste bietet das Brüggerhorn so ziemlich alle Abfahrtsvarianten, die das Schneesportlerherz höher schlagen lässt. Dazu gehören die rote Piste 10 via Sattelhütte-Traxloch-Mittelstation, die Panoramapiste Leichte Maran 11 (blau), die gelbe Abfahrt 12a (gesichert, markiert, aber nicht präpariert) durch das Tomelitäli und eben die schwarze Piste 12 Diamond Slope für den ambitionierten Schneesportler.

Wie es zur Namensgebung kam
Wie kam die «Diamantenpiste» oder eben «Black Diamond Slope» zu ihrem Namen? Die Namensgebung der Pisten im Schneesportgebiet Arosa entspringt meistens den kreativen Ideen der Mitarbeitenden des Pisten-/Rettungsdienstes. Der langjährige Pistenpatrouilleur Willi Kuhn, der im April 2011 tödlich verunglückte und viel zu früh von uns gehen musste, nahm die amerikanische Pistenbezeichnung als Idee auf. Dort gibt es sogenannte «double black» Pisten, also zweifach schwarze Pisten. Diese Bezeichnung gefiel ihm nicht besonders gut, da der anspruchsvolle Steilhang am Brüggerhorn eigentlich nur einen Charakter dieser neuen Piste beschreibt. Die neue Pistenführung ist sehr abwechslungsreich und hat vom Gelände und von der Aussicht derart vieles zu bieten, dass sie eher der Besonderheit eines ungeschliffenen Diamanten entspricht. Dem Vorschlag von Willi Kuhn für die Benennung der Piste 12 in «Black Diamond Slope» als Diamanten-Piste wurde unwidersprochen stattgegeben. Leider war es Willi vergönnt, den Diamond Slope in Vollendung zu befahren.

Die Feuertaufe 2012
Die Arosa Bergbahnen legten diese attraktive Streckenführung vor vielen Jahren im Gelände an. Die vorgängig notwendigen sanften Geländekorrekturen verzögerten sich dann allerdings wegen eines lang hinziehenden Bewilligungsverfahrens bis in den Sommer 2011, dann konnten die Erdarbeiten ausgeführt werden. Für die Präparation der rund 2,4 km langen Piste benötigte es vor der ersten Öffnung vor allem eines: sehr viel Naturschnee. Gleich wenige Monate nach Fertigstellung der Geländekorrektur lag die Schneefallmenge am 2. Januar 2012 nach ergiebigen Neuschneefällen bei total 3,2 m. Kurz darauf erlebte die «Black Diamond Slope» ihre Feuertaufe und die Schneesportler zeigten sich entzückt von der neuen Piste. Danach konnte die Piste wegen fehlendem Naturschnee bis zum Comeback-Jahr 2018 nie mehr präpariert werden. Sie war im offiziellen Pistenplan als gelbe Abfahrtsroute (markiert und gesichert, aber nicht präpariert) ausgeschieden und für Schneesportler freigegeben, die den Hang auch bei weniger Schnee befahren wollten.

Comeback der «Black Diamond Slope»-Piste im Januar 2018
Der schneereiche Winter machte es möglich. Die «Black Diamond Slope»-Piste am Brüggerhorn feierte am 26. Januar 2018 ein Comeback. Die Arosa Bergbahnen konnte diese attraktive schwarze Piste erstmals nach 6 Jahren auf Ende Januar hin bereitstellen. Die Geschäftsleitung prüfte seit Anfang Jahr nach den grossen Neuschneemengen im November/Dezember (total 2,7 m) die Chancen einer Pistenpräparation. Nach weiteren Schneefällen in der ersten Januarwoche 2018 entschied sie, die reizvolle schwarze «Diamanten-Piste» in das diesjährige Programm aufzunehmen.

Nebst der notwendigen Menge an Naturschnee ist der Pistenaufbau herausfordernd. Vor allem der Steilhang ist in der Vorbereitung und in der Präparation aufwendig. Der Pistenaufbau dauert rund 7 Tage. Da kein technischer Schnee produziert werden kann, muss der Schnee im Steilhang mit Gefühl angepresst und gefestigt werden. Die tägliche Präparation der Piste 12 nimmt zwischen 6 bis 7 Stunden in Anspruch. Die Bergbahnen mussten den Fahrzeugpark mit einer zusätzlichen eingemieteten Pistenmaschine erweitern. Die Zusatzkosten für die «Black Diamond Slope» im Winter 2017/18 beliefen sich auf rund CHF 100‘000.00. 

Und gleich nochmals im Januar 2019
Ähnlich schneereich war der Winter 2018/19. Die Schneefälle kamen zeitlich etwas verzögert als gegenüber Vorjahr, dafür sehr intensiv. Ab 3. Januar 2019 setzte eine Phase mit häufigen Schneefällen ein und der Januar erfüllte alle Wünsche jener, für die es nie genug Schnee haben kann. Meteo Schweiz meldete am 14. Januar 2019 zu diesem frühen Zeitpunkt mit 180 cm im Dorf die grösste gemessene Schneemenge in Arosa seit 70 Jahren. Ideale Voraussetzungen also, die Präparation der «Black Diamond Slope» erneut vorzubereiten. Am 31. Januar 2019 war es dann soweit: Freigabe für alle Schneesportler, die sich über die Wiederholung des Pistenangebots entzückt zeigten.

«Black Diamond Slope» forever – das Projekt für die technische Beschneiung auf Winter 2020/21
Die Arosa Bergbahnen AG setzt nach der Realisierung der Skigebietsverbindung Arosa Lenzerheide ihren Fokus auf die qualitative Weiterentwicklung des Schneesportgebiets auf Gebiet Arosa. Im Zuge des Plangenehmigungsverfahrens für die Verbindung Arosa Lenzerheide musste das Bergbahnunternehmen Konzessionen in der Skigebietserweiterung eingehen (Verzicht auf Erschliessung Ochsenalp), womit die skifahrerischen Gästeströme auf die seit vielen Jahren bestehenden Pisten und Nutzungräume gelenkt werden. Mit dem Bau der neuen 6er-Sesselbahn Brüggerhorn im Sommer 2019 und weiteren geplanten Massnahmen zur Stärkung des Gebiets Arosa-Ost soll die Produktequalität verbessert werden. Dazu gehört auch der Ausbau der technischen Beschneiung auf bestehenden Pisten, damit die Schneesicherheit im Winter-Hauptgeschäft von Dezember bis April gewährleistet bleibt. Das Projekt für die technische Beschneiung der schwarzen Piste 12, notabene die attraktivste Schneesportabfahrt auf Gebiet Arosa, stellt aus skifahrerischer Sicht ein Alleinstellungsmerkmal dar und gehört zum Grundangebot im Hauptskigebiet.

Qualitative Leistungsentwicklung am Berg
Die systemunabhängige und stützenlose Pendelbahn zwischen Hörnli und Urdenfürggli (Urdenbahn) ist das Herzstück der neuen Skigebietsverbindung Arosa Lenzerheide. Die beiden Bergbahnunternehmen treten gemeinsam mit der Wintermarke «Arosa Lenzerheide» als ein Schneesportgebiet auf. Als Konsequenz daraus ist die Verbindungsbahn (Urdenbahn) als verbindendes Element zwischen den beiden Destinationen Arosa und Lenzerheide vom Wintersaison-Start (jeweils Ende November) bis zum Saisonende (jeweils ca. Mitte April) durchgehend in Betrieb.

Zur Sicherstellung des Schneesportbetriebes von Ende November bis Mitte April ist die technische Beschneiung der Pisten unerlässlich. Mit der damaligen Teilrevision der Ortsplanung Beschneiung Hörnli/Brüggerhorn 2014 wurden die Voraussetzungen geschaffen, um die Schneesicherheit weiter zu erhöhen. Die Konzentration der Kräfte gilt der qualitativen Verbesserung des Produktangebots und der Dienstleistungsqualität und weniger der quantitativen Ausdehnung. Zur verbesserten Produktequalität gehört auch der Ausbau der technischen Beschneiung auf den bestehenden Pisten, damit die Schneesicherheit im Winter-Hauptgeschäft von Dezember bis April gewährleistet bleibt.

Erhöhung Anteil an beschneiten Pisten
Nach Abschluss des Generellen Erschliessungsplans Beschneiung 2007 standen ca. 58,74 ha beschneite Pisten im Schneesportgebiet Arosa zur Verfügung. Ausgehend von einer gesamten Pistenfläche von 120 ha entspricht dies einer Abdeckung von knapp 50%. Die in der Nutzungsplanung festgesetzten zusätzlichen Beschneiungsflächen am Hörnli und am Brüggerhorn liegen fast ausnahmslos zwischen 2000 m ü. M. und 2500 m ü. M. Mit der Realisierung der geplanten Beschneiungsanlage am Brüggerhorn als 3. Ausbauetappe erhöht sich der Anteil der technisch beschneiten Pisten im Schneesportgebiet Arosa von 50% auf 75%. Mit diesem Angebot an befahrbaren Pisten erfüllt das Bergbahnunternehmen die Kundenerwartungen an einen gesicherten Schneesportbetrieb und die Wettbewerbsfähigkeit zu den Mitbewerbern im benachbarten Südtirol und Österreich (Beschneiungsgrad >80%) verbessert sich. Alle projektierten Beschneiungsanlagen befinden sich auf intensiv genutzten und präparierten Skipisten. Es sind keine zusätzlichen Pistenplanierungen notwendig.

Die schwarze Piste 12 ist eine attraktive Alternative zum übrigen Pistenangebot in der Region Weisshorn/Brüggerhorn mit der beschneiten Piste Nr. 10 vom Weisshorngipfel zur Mittelstation. Mit diesem Pistenabschnitt erhöht sich die Variantenvielfalt: Arosa verfügt bei den anspruchsvollen schwarzen Pisten lediglich über einen Anteil von 8% des Gesamt-Pistenangebots. Mit dem Ersatz der 49 Jahre alten 2er-Sesselbahn Brüggerhorn im Sommer 2019 durch eine neue komfortable und moderne 6er-Sesselbahn auf gleichem Bahntrassee ab Mittelstation erfährt das Brüggerhorn im Winter 2019/20 eine erhebliche Aufwertung. Die Bahnfrequenzen im Dezember und Januar 2020 steigerten sich gegenüber den früheren Spitzenwerten um 60%. Nachteilig wirkt sich dagegen aus, dass der Gästestrom ab Brüggerhorn bei bescheidenen Naturschneemengen nicht über die Piste 12 oder die Piste «Leichte Maran» 11 geleitet werden kann und somit eine starke Konzentration der Abfahrten auf der Piste 10 stattfindet.

Umweltaspekte
Die Beschneiungsanlage am Brüggerhorn befindet sich vollumfänglich auf der bereits genutzten Piste oder Abfahrtsroute innerhalb der Wintersportzonen, die mit den entsprechenden Transportanlagen, Betriebsgebäuden, Signalisationen usw. touristisch vorbelastet sind. Die zur Beschneiung vorgesehene Piste 12 wird maschinell präpariert. Im Umweltverträglichkeitsbericht zum GEP berücksichtigen die Planer die Naturschutzzonen und inventari­sierten Landschafts-Schutzgebiete bereits bei der Entwicklung des Gesamtkonzepts. Darin miteingeschlossen sind verschiedene Massnah­men zum Schutz der Umwelt, wie etwa die Beschränkung auf die wich­tigsten Flächen, keine Leitungsführungen durch wertvolle Feuchtgebiete und Naturschutzzonen oder die Minimierung der Lärmimmissionen durch optimale Linienführung und Wahl der Beschneiungsaggregate. Mit den Umweltorganisationen und den Grundeigentümern wurde die Leitungsführung anlässlich eines Augenscheins/Begehung im Sommer 2014 im Zuge der Teilrevision der Ortsplanung festgelegt.

Wasserbezug
Im Vergleich zur Ausgangslage im Zuge der Teilrevision Ortsplanung Beschneiung Hörnli/Brüggerhorn hat sich die Situation hinsichtlich des Wasserbezugs bzw. der Wasserverfügbarkeit für die technische Beschneiung im Sommer/Herbst 2019 markant verbessert. Das Gemeinschaftsprojekt von Gemeinde Arosa und Arosa Bergbahnen AG mit dem Neubau der Pumpstation Promenade verfolgt das Ziel, den Grundwassersee Isel für die Erhöhung der Löschwasserreserve im Gebiet Innerarosa sowie für die Verbesserung der Schneieffizienz der technischen Beschneiung zu nutzen. Die Bauarbeiten konnten im November 2018 abgeschlossen werden, so dass das Grundwasser bereits auf Winter 2018/19 für die technische Beschneiung eingesetzt werden konnte. Die zusätzliche Wasserbezugsmenge von 60 l/s hat den positiven Effekt, dass auf den Bau eines weiteren Speichersee verzichtet werden kann.

Grundsätzlich sieht die Arosa Bergbahnen AG vor, die technische Beschneiung am Brüggerhorn, Piste 12, mit mobilen Schneeerzeugern vorzunehmen. Aufgrund der bevorzugten topografischen Lage mit tieferen Temperaturen rechnet das Bergbahnunternehmen mit günstigeren Bedingungen und effizienterem Einsatz der technischen Beschneiung. Die Piste 12 wird in das Beschneiungskonzept zum Aufbau des Schneesportgebiets Arosa integriert und im Teilgebiet Arosa Ost eine zentrale Position einnehmen. Verbunden mit dem Ziel, die attraktive Piste 12 wenn möglich auf die Weihnachtstage zu öffnen. Nach Abschluss der Grundbeschneiung ist vorgesehen, die Schneeerzeuger zu demontieren und an anderen Pistenabschnitten zu installieren.

Technische Daten
Die Beschneiungsleitung beginnt bei der Bergstation der Sesselbahn Brüggerhorn und führt in der bestehenden Piste via Tomeli-Täli zur Talstation des Skilift Tomeli. Von dort gelangt der Gast auf den Tschuggen, wo er zahlreiche Abfahrtsvarianten vorfindet.

Durchmesser Leitungsrohre: 100 mm bis 250 mm
Tiefe:  1,6 m (Frosttiefe)
Länge:     2467 m
Beschneiungsfläche: 5,23 ha
Bauzeit:   ca. 14 Wochen (70 Arbeitstage)
Ausführungstermin:   ab Anfang Juli 2020 bis Mitte Oktober 2020


Lawinensicherung mit Sprengmasten
Im oberen Geländeabschnitt zwischen Brüggerhorn Bergstation und «Pyramide» (Flurname) verläuft die Piste auf einer Länge von ca. 400 m entlang einer Nordflanke. Dort sind grössere Schneeablagerungen nach starken Schneefällen mit Wind häufig, weshalb dieser Pistenabschnitt mit insgesamt zwei Lawinensprengmasten gesichert werden muss. Diese werden auf einem Betonfundament erstellt. Jeder Sprengmasten verfügt über 12 Sprengladungen à 5 kg. Die Ladungen können mittels GPS-Übermittlung mit Fernauslösung aktiviert werden. Diese Methode ist in zahlreichen Schneesportgebieten erprobt und gilt als Standard-Lösung.

Ablauf Bautätigkeiten
Für die Graben- und Verlegearbeiten werden zwei Bauequipen eingesetzt, die vom Brüggerhorn Bergstation und ab Arlenwaldstrasse die Arbeiten ausführen. Ein Raupenbagger öffnet den Graben, die Rohre werden eingelegt und der zweite Raupenbagger schliesst den Graben. Die zwei Lawinensprengmasten werden durch eine spezialisierte externe Fachunternehmung im Gelände gestellt. Die elektrische Erschliessung der Beschneiungsanlage erfolgt in enger Kooperation mit dem ortsansässigen Energieversorgungsunternehmen Arosa Energie.

Plan Beschneiung Piste 12

Kosten
Gestützt auf die Planunterlagen und Begehungen im Gelände im Sommer 2019 wurden Grobkostenschätzungen vorgenommen beziehungsweise Richtofferten für die geplante Schneeanlage einverlangt. Die gesamte Projektierung basiert auf den Annahmen Preisbasis Januar 2020, die nahe an den effektiv zu erwarteten Kosten sein dürfte:

Nr. Leistungserbringer     Kosten in CHF (exkl. MWST)
1 Techno Alpin (Hersteller, Lieferant technische Beschneiung 1’980’000
2 Baumeisterarbeiten (Strecke/Grabenarbeiten, Pumpstation-Abgang) 750'000
3 Arosa Energie, elektrische Erschliessung mit Trafostation 950'000
4 Swiss Heli, Transportflüge 135’000
5 Sprengmasten 300'000
6 Planung, Bewilligungen, Umweltbaubegleitung 20’000
7 Arosa Bergbahnen AG, Eigenleistungen 90’000
8 Reserve 200’000
  Total exkl. MWST 4'425'000
  Total inkl. MWST 4'766'000


Aufnahmen vom 20. Juli 2020: Piste 12 – die ersten 1000 m sind geschafft!
Beschneiung Piste 12  Beschneiung Piste 12

 Piste 12 Beschneiung  Piste 12 Beschneiung

 

Skidepot Beispielfoto
Modellfoto eines realisierten Skidepots: so oder ähnlich wird es bald beim Tschuggen Ost aussehen.

Ab Wintersaison 2020/21 bei der Talstation Sesselbahn Tschuggen Ost
Die Piste geniessen, die Ausrüstung deponieren und am nächsten Morgen mit trockener Ausrüstung wieder ab auf die Piste! An Toplage direkt bei der Talstation der Sesselbahn Tschuggen Ost erstellen die Arosa Bergbahnen AG und Luzi Sport gemeinsam ein modernes Skidepot für maximal 630 Personen, aufgeteilt auf 210 Schränke. Marc Gisler, Projektleiter der ABB, betont: «Arosa ist ein prädestinierter Ski-in-Ski-out-Ferienort. Unser Standortvorteil als Skigebiet im Dorf wollen wir mit guten Projekten verstärkt ausspielen. Das Bedürfnis der Gäste nach einem komfortablen Skidepot mit direktem Zugang ins Skigebiet ist schon lange da. Jetzt setzen wir das Projekt um.» Direkt neben dem Bahnhof gelegen spricht das Depot auch die Schneesportler aus dem Raum Chur an. «So können die Gäste die Reise im Zug von Chur hinauf auf nach Arosa und zurück ohne mühsames Schleppen nur geniessen», ist Gisler überzeugt.

Den Zutritt zum Depot kann der Gast bequem auf die Key-Card mit Skiticket laden. Die Bedienung über ein Touch-Display ist ganz einfach. Die insgesamt 210 Schänke für Ski und Snowboard bieten viel Platz. Jeder einzelne Schrank ist für zwei Erwachsene und ein Kind konzipiert:

•    Platz für 2 Paar Skis oder 2 Snowboards Erwachsene und 1 Paar für Kinder
•    Heizstab für 3 Paar Skischuhe oder Snowboardschuhe
•    Ablage für 3 Paar Handschuhe
•    Ablage für 3 Helme

Im Verlauf der Sommermonate wird in der LAW-Talstation ein Musterschrank zur Besichtigung aufgestellt. Die Saison- bzw. Jahresmiete für einen ganzen Schrank (2 bis max. 3 Plätze) beträgt CHF 400.00 für Inhaber einer gültigen Jahreskarte Arosa Lenzerheide. Vorreservationen sind bereits jetzt möglich.

Marc Gisler ist mit dem Baufortschritt zufrieden: «Die Arbeitsvergaben sind bereits gemacht. Zusammen mit dem Depotschrank-Hersteller Wintersteiger legen wir Wert auf ein schönes Design mit wohlfühlendem Ambiente und guter Beleuchtung. Der rückwärtige Raum mit Lavabo wird mit Altholz von der Sattelhütte-Fassade verkleidet.» Das Opening mit einer öffentlichen Besichtigung ist auf Mitte November 2020 vorgesehen. Die Arosa Bergbahnen und Luzi Sport investieren CHF 380'000 in das neue Ski-in-Ski-out-Angebot.

Preisflyer downloaden.

Sattelhütte

Ein traumhafter Panoramablick sowie ein urchiges und heimeliges Ambiente, das erwartet die Schneesportler in der typischen Aroser Sattelhütte auf 2401 m ü. M. Hier geniesst der Gast Schweizer Spezialitäten und gönnt sich zwischen den Abfahrten eine wohlverdiente Pause auf den kostenlosen Liegestühlen oder an der Sattelbar. Der Skiclub und der EHC gehören zu Arosa wie das «Spiagelai» zu unserer «Sattelröschti». Deshalb lassen die Arosa Bergbahnen, als Eigentümerin und Betreiberin der Sattelhütte, in den beiden Stüblis die guten alten Zeiten aufleben.

Alt sind unterdessen auch das Dach, das an einigen Stellen undicht ist sowie die Fassade. Aus energetischer Sicht entspricht die in die Jahre gekommene Gebäudehülle nicht mehr dem Stand der Technik und der Wärmeverlust ist erheblich. Marc Gisler, Leiter Gebäudemanagement und Projektleiter, zum Programm der Komplett-Sanierung: «Die Sattelhütte erhält eine neue Rundum-Fassade aus einheimischem Lärchenholz. Die alte Eternit-Fassade wird vollständig ersetzt. Das Eternitdach tauschen wir durch eine neue Schiefer-Abdeckung aus. Die ganze Gebäudehülle wird mit einer zeitgemässen Wärmedämmung ausgestattet. Dadurch lassen sich Kosten für die Stromheizung reduzieren.» Besonders angetan zeigt sich Gisler von der stilvollen Lärchenschalung. «Das passt ausgezeichnet in die Berglandschaft, die Sattelhütte wird ein echter Blickfang.» Die Bauarbeiten beginnen im Juli und dauern voraussichtlich bis in den Oktober hinein. Die Arosa Bergbahnen investieren CHF 750'000.00 in die Sanierung. Das Investitionsvorhaben ist Teil der Bergbahnstrategie, das Schneesportgebiet Arosa Ost attraktiv zu gestalten und zu stärken.

Ein Blick zurück
Das Brüggerhorn war früher ein beliebtes Ziel für Skitourenfahrer. Aufgrund dessen errichtete der Skiclub Arosa 1911 am Nordfuss die 2330 m ü. M. gelegene Brüggerhornhütte (Ferdinandshütte), die 1930 in ihrer Funktion von der Weisshornhütte (heute Sattelhütte) abgelöst wurde. 1938 erschlossen die Arosa Bergbahnen das Gebiet mit einem Schlepplift. Diese Weisshorn- oder Sattellift genannte Anlage folgte im Wesentlichen der heutigen Skipiste von der Endstation des Riedlifts zur Sattelhütte. 1970 folgte der Abbruch des Skilifts zugunsten der Zweiersesselbahn Brüggerhorn, die von der Mittelstation der Weisshornbahn direkt aufs Brüggerhorn führte. Im gleichen Jahr kauften die Arosa Bergbahnen die Sattelhütte vom Skiclub Arosa ab, bauten teilweise um und erweiterten die Hütte mit einem Anbau. Das «neue» Bergrestaurant wurde 1972 eröffnet und fand regen Anklang beim Publikum. Der nächste Entwicklungsschritt ist allen präsent: Neubau 6er-Sesselbahn und Eröffnung am 19. Dezember 2019.

Aufnahmen vom 20. Juli 2020: Dacharbeiten im Gang
Sattelhütte Sattelhütte

Die neue Sesselbahn auf das Brüggerhorn wurde im Sommer 2019 gebaut.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Pisten-/Geländekorrektur «Vettertraverse» (Piste Nr. 15, Abschnitt Tomelistrasse bis Talstation Tschuggen Ost/Seeblickstrasse)
Projektbeschrieb

1. Ausgangslage
Die Talabfahrt Tschugga Ost ins Dorfzentrum und mit direktem Anschluss zum Bahnhof ist die wichtigste Talabfahrt im Schneesportgebiet Arosa. Mit der 2014 neu erstellten Passerelle zwischen Bahnhof und Seeblickstrasse hat die Talabfahrt Tschugga Ost nochmals an Bedeutung gewonnen, weil die Schneesportler nun direkt (ohne Umweg) von der Skipiste zum Bahnhof gelangen können. Im untersten Abschnitt der Talabfahrt, der sogenannten Vettertraverse, wird die Talabfahrt Tschugga Ost eng und steil, vereist oft und ist für Kinder und weniger geübte Ski- und Snowboardfahrer zu schwierig. Mit der Teilrevision der Ortsplanung im Jahr 2016 schufen die Gemeinde und die Arosa Bergbahnen die Voraussetzungen, dass die Piste im Bereich der Vettertraverse breiter geführt werden kann. Dadurch entstehen Ausweichmöglichkeiten. In die Teilrevision integriert ist ebenso der Verlauf des eigentlich bereits im heutigen Zonenplan vorgesehenen Skiwegs zwischen dem Gebiet «Seeegga» und der Talstation der Sesselbahn Tschuggen Ost. Dieser kann derzeit aufgrund der Gefällsverhältnisse nicht als Piste genutzt werden.
 
2. Projektbeschrieb
Nach Vorliegen der Rodungsbewilligung wurden die ausgeschiedenen Waldflächen im September 2018 gerodet. Die Rodung betrifft eine Fläche von insgesamt 1453 m2. Nebst der Rodung sind auch Geländeveränderungen notwendig. Auf einer Länge von ca. 150 m soll unmittelbar nach der Unterführung Tomelibrücke Erdmaterial abgetragen und als Unterhalt der heute bestehenden Bruchsteinmauer deponiert werden. Der heute verlaufende schmale Pistenweg wird etwas tiefer gelegt und das Erdmaterial unmittelbar nebenan wieder eingebracht. Die Kubatur des abzutragenden Erdmaterials beträgt insgesamt rund 1966 m3. Es wird weder Material ab- noch zugeführt. Die beanspruchte Fläche für die Wegführung beträgt rund 1’325 m2. Mit der Senkung des jetzigen Pistenniveaus und der Erdverschiebungen wird im gleichen Arbeitsgang auch die alte Beschneiungsanlage aus dem Jahr 1996 erneuert und durch die neue effiziente Schneeerzeuger-Generation ersetzt.
 
Die Pistenkorrektur eliminiert den Engpass zwischen Tomeli-Unterführung und Seeblickstrasse. Das heute bestehende Sicherheitsrisiko durch dieses Engnis wird massiv verringert. Es entschärft diesen «Flaschenhals» und ermöglicht eine gleichmässigere Pistenbreite, was die Buckelbildung verringert, den Gästefluss erheblich verbessert und das Unfallrisiko schmälert. Es handelt sich um einen verhältnismässig bescheidenen Eingriff, welcher das Landschaftsbild unwesentlich beeinträchtigt. Die Arosa Bergbahnen legen Wert auf eine optimale und möglichst schonende Ausführung der Pistenkorrekturen, wie dies in den vorangegangenen Projekten von Geländekorrekturen bereits nachweislich gut gelungen ist (Traxloch, Schlittelbahn, Skilifttrassee, Strohkurve). Die Arbeiten sollen im Sommer 2019 ausgeführt werden.

Situationsplan
Medienmitteilung Bauarbeiten, 26. August 2019

Aktuelle Situation

Um das Bike-Angebot abzurunden, haben sich Arosa Tourismus und die Arosa Bergbahnen AG entschieden, im Raum Hörnli-Express Talstation während der Sommermonate ein temporäres Skill Center analog dem Übungsgelände «Honigland» im Winter zu realisieren und die Nutzung per Baueingabe im Februar 2019 bei der Gemeinde Arosa einzugeben.

Ein Skill Center für Biker bietet eine Übungsplattform mit entsprechenden Anlegerkurven, Wurzel-, Holz- und Steinelementen, welche die Fahrer an die nötige Bike-Technik führen, um anschliessend den Hörnli Trail oder individuelle Touren im Gebiet geniessen zu können. Für den Bau werden nur leichte Erdverschiebungen vorgenommen und keine Betonarbeiten vollzogen. Zusätzliche Elemente werden mit mobilen Einrichtungen zur Verfügung gestellt, welche per Ende Sommersaison jeweils wieder demontiert werden. So zum Beispiel das Förderband, welches im Winter bereits im Honigland beim Prätschli eingesetzt wird oder mobile Holzrampen.

Das Skill Center steht allen Nutzergruppen kostenlos zur Verfügung und wird ausschliesslich während den offiziellen Öffnungszeiten des Hörnli-Express (Sommer 2019: täglich von 29. Juni bis 20. Oktober 2019, jeweils von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr) betrieben.

Damit sich die Nutzergruppen entsprechend ausrüsten können, wird bei der Hörnli-Express Talstation zudem eine Bikevermietung und ein Kioskbetrieb angeboten. Auch dieser Betrieb reduziert sich auf die Öffnungszeiten des Hörnli-Express. Das erwartete Leistungsangebot wird innerhalb in der aktuellen Ausgabe der Aroser Zeitung öffentlich ausgeschrieben und ermöglicht so interessierten Betrieben, ein Sommergeschäft aufzubauen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Skill Center Arosa

Der Bike Masterplan Arosa Lenzerheide zeigt auf, dass im Bereich Flowtrails in der Ferienregion Arosa Lenzerheide Entwicklungspotenzial vorhanden ist. Diese Angebotslücke wird der Hörnli Trail in Arosa schliessen. Sowohl die Trailbauer wie auch andere auswärtige Bike Experten sind sich einig, dass der geplante Hörnli Trail im Alpenraum einzigartig sein wird. Die Länge von knapp 7 km und die topografischen Gegebenheiten sind am Hörnli einmalig und prädestiniert für einen Flowtrail, der von praktisch allen Könner-Stufen, auch für Familien, befahren werden kann.

Bikeprojekte Arosa

Das Projekt Schneesport Erlebniswelt Tschuggen rückt die Vorteile von Arosa als «Skigebiet im Dorf» in Kombination mit der Nachwuchsförderung ins Zentrum. Das Konzept sieht vor, den Zugang zum Schneesport zu erleichtern und das Tschuggengebiet in einem Mehrjahres-Etappenplan zu einem einzigartigen Schneesport-Erlebnisland zu entwickeln und fantasievoll zu inszenieren. Das Tschuggengebiet liegt rund um die Mittelstation, wo ab Sommer 2018 die Bären ihr neues Zuhause vorfinden werden. Die Bergbahnen haben in Absprache mit den Leistungsträgern aus naheliegenden Gründen das Thema Bär für die Inszenierung des Schneesport-Erlebnislandes Tschuggen ausgewählt.

1. Etappe; «Honigland» beim Prätschli (Eröffnung Winter 2017/18)
In Zusammenarbeit mit der auf Tourismusinszenierung spezialisierten Erlebnisplan GmbH erstellen und betreiben die Arosa Bergbahnen AG mit dem «Honigland Prätschli» ab Winter 2017/18 ein kostenloses und öffentlich zugängliches Anfänger- und Kinderland als Einstiegsinsel in den Schneesport. Es soll auch Wiedereinsteiger in den Schneesport ansprechen und begeistern. Nebst einem 45 m langen Förderband und dem Skilift Prätschli wird das Gebiet in ein Honigland mit Bienenstöcken, Wabenliegen, Honigparcours etc. verwandelt. Der erste Honig am Prätschli floss ab 23. Dezember 2017.

Honigland Prätschli

2. Etappe; Skilift Tomeli und Bärensnowpark Ried (Eröffnung Winter 2018/2019)
Die 2. Etappe beinhaltet die Schneesport-Inszenierung der als Bienenhaus gestalteten Bergstation Prätschli mit einer Überleitung zur Talstation des Skilifts Tomeli, wo eine schlafender Bär als Fotopoint-Silouette am Stationsgebäude in der Winterruhe träumt. Der Skilift führt dem Bärengehege entlang zum Tschuggen. Von dort leiten zwei Wegweiser die Gäste zum Bärensnowpark am Skilift Ried. Dort erwartet die jungen Schneesportler zwischen 6 und 12 Jahre auf dem öffentlich zugänglichen und kostenlosen Bärenfunpark vier Abenteuerpisten: auf dem Bachlauf, dem Waldweg, der Felspiste und dem Windfluss erkunden die Kinder mit einfachen Hindernissen verschiedene Routen aus Sicht eines Bären.

Talstation Skilift Tomeli

 

Zur Verbesserung der Schneieffizienz nutzen die Arosa Bergbahnen AG ab November 2018 die Wasserreserven im Grundwassersee Isel. Das Gemeinschaftsprojekt von Gemeinde Arosa und Arosa Bergbahnen AG hat zum Ziel, bestehende Infrastrukturanlagen zu nutzen und Engpässe zu beseitigen. Das bestehende Grundwasserpumpwerk Isel fördert das Wasser in das heutige Reservoir Promenade. Nach dem Neubau des Reservoirs kann die Gemeinde die Löschwasserreserve im Gebiet Waldpromenade und Innerarosa markant verbessern und eine Sicherheitslücke schliessen. Die Bergbahnen ihrerseits speisen das von der Isel gepumpte Wasser direkt in die bestehende Beschneiungsleitung beim Tomeli in das System ein. Entweder zur direkten Beschneiung der Pisten am Tschuggen oder zur Füllung der Speicher bei der Mittelstation oder im Speichersee. Der Bau der Anlage und die Anpassungen an den bestehenden Anlagen beginnen im Juni 2018. Vor Beginn der Wintersaison 2018/19 erfolgt die Inbetriebsetzung der Anlage.

Die  Vision einer Verbindung der beiden Schneesportgebiete Arosa und Lenzerheide bestand seit den frühen 70er-Jahren. Das Grossprojekt mit dem Bau einer stützenlosen, systemunabhängigen Pendelbahn zwischen Hörnli und Urdenfürggli wurde in einem Sommer in lediglich 8 Monaten realisiert. Die Eröffnung fand am 14. Januar 2014 statt.

Die beiden stilvollen Designkabinen bieten 150 Personen Platz. Mit einer Geschwindigkeit von 12 m/s transportieren sie die Gäste in knapp 5 Minuten in das Partnerskigebiet und zurück.

Das neue Wintersportparadies Arosa Lenzerheide ist mit 43 Transportanlagen und rund 225 Pistenkilometer das grösste zusammenhängende Skigebiet in Graubünden und in den Top Ten der Schweiz.

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