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Energie

Energiebedarf senken und erneuerbare Energien nutzen

Wir sind uns bewusst, dass der Tourismus und insbesondere die Bergbahnen zumindest ökologisch gesehen nicht zu 100% nachhaltig sein können. Dennoch sind wir uns unseren Verpflichtungen bewusst und bemühen uns, das Richtige zu tun. Aus diesem Grund reduzieren wir wo immer möglich unseren Energiebedarf, beziehen zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien und speisen das Stromnetz dank unseren Photovoltaik Anlagen zusätzlich mit Solarstrom.

Modernes Gebäudeleitsystem

Hightech Steuerung für mehr Energieeffizienz 

Mittels Gebäudeleitsystem steuern und optimieren wir vom Tal aus Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Kücheninfrastruktur und Warmwasser am Berg. Zusätzlich wertet das System die aktuellen Wetterdaten aus und spielt die Wetterprognosen direkt in die Steuerung der Infrastruktur ein. Ein funktionierendes und individuelles Leitsystem bietet das Potenzial den Energieverbrauch der im System eingebundenen Gebäude um 10 bis 20 Prozent zu reduzieren. 

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Schneehöhen Management

GPS gesteuert 

Mittels GPS Geräten in den Pistenfahrzeugen haben wir exakte Daten über die aktuellen Schneehöhen im Schneesportgebiet. Dies hilft uns, sowohl bei der Beschneiung als auch Pistenpräparation effizient und ressourcenschonend zu handeln. 

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Photovoltaik Anlagen

Sesselbahn Motta und Urdenfürggli 

Seit dem Winter 2013/14 tanken bei uns nicht nur die Gäste Sonnenenergie. Wir haben die Stationen der beiden Sesselbahnen Motta und Urdenfürggli mit hocheffizienten Photovoltaik-Anlagen ausgerüstet. Erstmals in der Schweiz kommt eine komplett in das gewölbte Stationsdach integrierte und hocheffiziente PV-Anlage zum Einsatz. Der produzierte Strom wird direkt in das Stromnetz eingespiesen.  Die Anlagen erzeugen einen Leistungshöchstwert von 60 Kilowatt und produzieren genug Sonnenenergie, um damit den Jahresbedarf von 16 Einfamilienhäusern zu decken.

Automatische Geschwindigkeitsregelung

Nach Gästeaufkommen 

Wo immer möglich, wollen wir unseren Energieverbrauch reduzieren. Dies gelingt uns beispielsweise dank der automatischen Geschwindigkeitsregelung an den Sesselbahnen. Sensoren messen die Anzahl Gäste zwischen den Drehkreuzen und dem Einstieg. Steigt das Gästeaufkommen, beschleunigt die Bahn automatisch. Sind weniger Gäste da, läuft die Bahn langsamer. Eine um 10% tiefere Geschwindigkeit bedeutet 10% weniger Stromverbrauch.
 

Abwärme von Antriebsmotoren

Für Werkstatt oder Kommandoräume 

Wo immer möglich wird die Abwärme der Antriebe unserer Bahnanlagen genutzt. Beispielsweise in Form von passiver Warmluft für die Kommandoräume oder aktiv mit Hilfe von Luftwärme Pumpen.  

Zum Heizen der Werkstatt in der Mittelstation Scharmoin wird die Abwärme der Antriebsmotoren der Gondelbahn Rothorn 1 durch eine Lüftung in die Räume transportiert.

100% erneuerbare Energie

I AM PRO SNOW 

Arosa Lenzerheide hat sich mit dem Engagement bei der internationalen Kampagne «I AM PRO SNOW – 100% Committed» verpflichtet, die elektrische Energie aus 100% erneuerbaren Energien (Wasserkraft und Sonne) zu beziehen. Damit verfolgt das Schneesportgebiet Arosa Lenzerheide das Ziel, gemeinsam zum Klimaschutz und zur künftigen Sicherung der Schneesicherheit beizutragen.  

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Energie-Agentur der Wirtschaft

Energieeffizienz steigern 

In Zusammenarbeit mit der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) erfassen und analysieren wir seit Herbst 2014 den gesamten Energieverbrauch für das Schneesportgebiet Arosa Lenzerheide. Dadurch kennen wir den Energieverbrauch und den Zustand jedes Geräts und wissen gesamthaft, wo wie viel Energie verbraucht wird. Mit Hilfe dieser Daten wollen wir die Energieeffizienz über die nächsten 10 Jahre um weitere 5.9% steigern und den C02-Ausstoss um rund 10% reduzieren. In einer Vereinbarung mit dem Bundesamt für Energie haben wir diese Ziele verbindlich verankert. 

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Gebäudeleitsystem

Als eine der ersten Bergbahnen der Schweiz haben wir ein ausgeklügeltes Gebäudeleitsystem in unseren Bergrestaurants, Bahnstationen und Betriebsgebäuden eingeführt. Dies, um einen energetisch optimalen Betrieb sicherstellen zu können. Das System haben wir im Jahr 2009 eingeführt, seither wird es laufend erweitert und optimiert.

Wie funktioniert das System?
Restaurants, Bahnstationen und Betriebsgebäude sind in das System eingebunden und können zentral kontrolliert, gesteuert und überwacht werden. Damit werden unter anderem Heizung, Lüftung, Beleuchtung und Kücheninfrastruktur optimiert. Ein komplettes System wurde entwickelt, welches Wetterdaten auswertet, Öltanks und Bahnanlagen überwacht, den Prozess im Gastronomiebetrieb unterstützt, sowie den jeweiligen Energieverbrauch optimal steuert und regelt.

Die Daten von den angebundenen Gebäuden werden aufgezeichnet, laufend ausgewertet, analysiert und Massnahmen für einen nachhaltigeren Energieverbrauch geplant. Die Analyse der aufgezeichneten Daten erlauben es uns, das Energiemanagement effizient umzusetzen, indem wir die Einstellungen laufend optimieren. Folgend finden Sie einige Beispiele.

Ein funktionierendes und individuelles Leitsystem bietet das Potenzial den Energieverbrauch der im System eingebundenen Gebäude um 10 bis 20 Prozent zu reduzieren. Dies gelingt nur, wenn die Resultate regelmässig ausgewertet und die Einstellungen optimiert werden. Der Erfolg des Systems, das mögliche Energiesparpotenzial, liegt in der aktiven Anpassung an die vorherrschenden, individuellen Begebenheiten. Das ist unser Ziel, daran arbeiten wir. Jeden Tag. 

Nomination Milestone Award 
Als eines von zwei Tourismus-Projekten der Schweiz wurden wir 2014 für den prestigeträchtigen Milestone Award von Schweiz Tourismus im Bereich Nachhaltigkeit nominiert. Wenn auch nicht gewonnen, ist die Nomination eine grosse Auszeichnung und Anerkennung für unsere Arbeit im Bereich der Nachhaltigkeit. 

Hohe Energiesparpotentiale bieten vor allem die Lüftungs- und Heizungsregulierung, sowie Beleuchtungsregelung, welche im Leitungssystem eine zentrale Rolle spielen. Bereits spannende Projekte zur Optimierung des Energieverbrauchs wurden realisiert. 

  • Unser System handelt schon am Vorabend: Ist für den nächsten Tag mit 80%iger Sicherheit Schönwetter angesagt, wird die Heizleistung im Bergrestaurant Scharmoin automatisch reduziert. 

  • Im Restaurant Scharmoin spielen die Heizungs- und Lüftungssteuerung zusammen: Die Temperaturen der einzelnen Räume werden individuell anhand des aktuellen Sonnenstands (Wetter), der Luftqualität und Raumtemperatur geregelt. Ziel dieser Regelung ist, nie mehr Wärme zu produzieren, als tatsächlich nötig. 

  • Die Heizung in den schwierig zugänglichen Bergrestaurants Mottahütte, Piz Scalottas, Rothorngipfel und Lavoz steuern wir im Tal. Sämtliche Elektroheizungen und Dachrinnenheizungen werden anhand der Aussentemperatur bedarfsabhängig gesteuert. Das heisst, dass die Heizungen beispielsweise in der Nacht oder in der betriebsfreien Zwischensaison zurückfahren. An kalten Tagen wird nur minimal geheizt, um Frost zu vermeiden. Bei Plustemperaturen stellt die Heizung automatisch ab. 

Im Bergrestaurant Scharmoin wrude eine intelligente Lichtsteuerung installiert. Diese agiert anhand der Parameter «Anwesenheit», «Lichtstärke» und «Zeitpunkt». Die Lichtstärke der Räume wird über den aktuellen Sonnenstand festgelegt. Basiswerte für die Helligkeit werden im Leitsystem definiert. Beim Einschalten der Lampen regelt das System die Lichtstärke anhand der definierten Werte. Das Licht schaltet automatisch aus bei fix definierten Uhrzeiten - jedoch erst bei Abwesenheit des Personals. 

Die Pellets Heizung im Bergrestaurant Scharmoin wurde mit einer modernen Steuerung ausgestattet, welche bezüglich Energiemessung, Wärmeverteilung und Einzelraumregelung neue Massstäbe setzt. 

Ein erstmals in der Schweiz eingesetztes Energiemessventil der Firma Belimo misst im Restaurant Scharmoin die benötigte Energie am Heizbalken. Dieser Wert wird an die Pelletheizung weitergeleitet. Somit wird nur so viel Energie erzeugt, wie gerade verbraucht wird. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Einschaltdauer der Pelletheizung aus. Wir erreichen längere Brennzeiten und vermeiden das ineffiziente Anfahren sowie das unkontrollierte Ausbrennen. Im ersten Winter konnte so im neuen Restaurant mit einem Drittel der berechneten Pellets Menge geheizt werden. Ausserdem misst das Ventil laufend den Verbrauch. So ist es einfach, am Ende der Heizperiode eine exakte Aussage über den Energieverbrauch zu machen. 

Der gesamte Heizbalken im Restaurant Scharmoin wird über das Gebäudeleitsystem gesteuert und geregelt. Sämtliche relevanten Parameter wie Aussentemperatur, Wetterprognose, Raumtemperatur, etc. werden für die Regelung berücksichtigt. Die Differenz von der Soll- zur Ist-Temperatur beträgt im Normalfall ein bis zwei Zehntelgrad. Dies ist für ein komfortables Klima zwingend nötig. 

Im Bergrestaurant Scharmoin ist es zudem möglich, jeden Raum separat und individuell zu regulieren. So wird die Energie effizient erzeugt und anschliessend äusserst nachhaltig verbraucht. Die Parameter Ist- und Solltemperatur, Sonnenstand und –schein, Wetter, Wetterprognose sowie die erwartete Wärmeproduktion (z. B. Menschen, Computer) werden bei der Einzelraumregelung berücksichtigt. 

Sämtliche Kühlanlagen in den Betrieben der LBB AG sind mit Temperaturfühlern ausgerüstet. Der Temperaturverlauf aller Kühlzellen kann aufgezeichnet werden. Mittels des Monitorings können die Qualität der Kühlung sowie die Abtauzeiten überwacht werden.

«Das isch Arosa Lenzerheide»

In der Episode 2 unserer Video-Reihe «Das isch Arosa Lenzerheide»  verrät Sami Lorez, Leiter Technik der Lenzerheide Bergbahnen, unter anderem spannende Einzelheiten zum Gebäudeleitsystem und den Photovoltaik Anlagen. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Heizleistung im Scharmoin bei guter Wettervorhersage automatisch reduziert wird? Oder dass mit den Solaranlagen an den Sesselbahnen Motta und Urdenfürggli 16 Einfamilienhäuser ein Jahr lang mit Energie versorgt werden können?

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GPS-gesteuertes Schneehöhen Management

Als erste Bergbahn der Schweiz hat Lenzerheide vor einigen Jahren ein GPS-gesteuertes Schneehöhenmesssystem eingeführt. Seit der Wintersaison 2017/18 sind auch alle Pistenfahrzeuge der Arosa Bergbahnen AG mit einem GPS Gerät ausgerüstet. Dies ermöglicht uns maximale Energieeffizienz bei der Pistenpräparation sowie eine Reduktion des Wasserverbrauchs bei der Beschneiung.  

Für den Aufbau des Schneehöhenmesssystem wurden im Sommer die gesamten Pistenflächen mit einem 3D-Laser-Scangerät exakt vermessen. Die mit GPS ausgerüsteten Pistenfahrzeuge vergleichen jeweils ihre aktuelle Position mit der Sommerreferenzmessung und berechnen so die exakte Schneehöhe. Unsere Pistenfahrzeugfahrer können dank diesem System den Schnee wesentlich effizienter und präziser auf den Pisten verteilen. Dies spart Diesel in der Pistenpräparation.  

Gleichzeitig weiss die Beschneiungscrew jederzeit, wo wieviel Schnee liegt, respektive wo noch zusätzlich beschneit werden muss. Aufgrund der optimierten Beschneiung haben wir unseren Wasser-, Diesel- und Strombedarf deutlich reduziert. Und auch unsere Gäste freut's: Die Pistenqualität hat sich dank dem System weiter verbessert. 

«Das isch Arosa Lenzerheide»

In der 4. Episode von «Das isch Arosa Lenzerheide» begleiten wir Reto Infanger und sein Team bei der Beschneiung und Pistenpräparation zu Beginn der Wintersaison. Er erklärt, wie ein optimaler Pistenaufbau aussieht, welche Aufgaben ein Beschneier im Schneesportgebiet hat und warum die tägliche Pistenpräparation notwendig ist. Ein wichtiges Hilfsmittel für Reto Infanger und sein Team ist das GPS-gesteuerte Schneehöhenmesssystem. Damit ist im Schneesportgebiet Arosa Lenzerheide eine effiziente und nachhaltige Pistenpräparation möglich. 

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