5. November 2026

Von Olympia-Gold zur Humorschaufel: Michelle Gisin für die Aroser Humorpreis nominiert

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AHF2016_Humorschaufel_011w.jpg | © Arosa Tourismus / Nina Hardegger-Mattli

Am Dienstag verkündete Michelle Gisin ihren Rücktritt vom Spitzensport. Nach einer beeindruckenden Karriere mit drei Olympiamedaillen und Podestplätzen in sämtlichen Weltcup-Disziplinen hängt sie ihre Rennski an den Nagel. Ihre positive Ausstrahlung, ihre Bodenständigkeit und ihre offene Art haben sie längst zum Publikumsliebling gemacht.

Humor auch abseits der Skipiste

Dass Michelle Gisin nicht nur schnell Ski fahren, sondern auch über sich selbst lachen kann, hat sie in ihrer Karriere immer wieder bewiesen. Mit ihrer offenen, schlagfertigen und selbstironischen Art sorgte die Engelbergerin regelmässig für heitere Momente. So etwa bei einem TV-Interview in Killington, als eine SRF-Reporterin mitten in ihrer Frage den Faden verlor und Gisin die Situation mit einem breiten Grinsen und einer humorvollen Reaktion auffing. Auch im Teamhotel war sie nach eigenen Angaben immer wieder für «dumme Sprüche» zu haben und sorgte damit abseits der Rennpiste für gute Stimmung.

Dass sie sich selbst nicht allzu ernst nimmt, zeigte sich auch bei ihrer Hochzeit im vergangenen Sommer. Weil sie und ihr Ehemann Luca de Aliprandini nach eigener Aussage keine begnadeten Tänzer sind, wurde der klassische Hochzeitstanz kurzerhand mit einem Song der Stubete Gäng aufgelockert. Statt perfekter Choreografie gab es eine ordentliche Portion zu Lachen. Beste Voraussetzungen also, um nach zahlreichen sportlichen Auszeichnungen vielleicht bald auch die Arosa Humorschaufel in Empfang zu nehmen.

«Michelle Gisin hat uns nicht nur mit ihren sportlichen Leistungen begeistert, sondern auch mit ihrer sympathischen und selbstironischen Art. Und seien wir ehrlich: Nach so vielen Medaillen wäre eine Schaufel aus Eis doch mal eine willkommene Abwechslung», schmunzelt Arosas Tourismusdirektor Roland Schuler.

Ob Gisin ihre Medaillensammlung tatsächlich um eine Humorschaufel erweitern kann, bleibt abzuwarten. Die Konkurrenz ist jedenfalls gross: Mit Mauro Lustrinelli, Alexander Ospelt, Thomas Bucheli, Leonie Hügli und Audrey Werro stehen bereits fünf weitere Persönlichkeiten auf der Nominiertenliste.

Seit 2009 fester Bestandteil des Festivals

Die Arosa Humorschaufel zeichnet seit dem Jahr 2009 Personen aus, die sich im Verlauf des Kalenderjahres durch ihren feinen Sinn für Humor bemerkbar gemacht haben. Geehrt werden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft oder Sport.

In den letzten Jahren wurden zum Beispiel Unternehmer Sami Sawiris, Bundesrat Guy Parmelin, Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer oder die Ex-Bundesrätinnen Doris Leuthard und Eveline Widmer-Schlumpf geehrt.

Das Arosa Humorfestival wird diesen Winter vom 3. bis 13. Dezember 2026 bereits zum 35. Mal ausgetragen. «Was ursprünglich als bescheidener Anlass zur Belebung der Vorsaison ins Leben gerufen wurde, hat sich bis heute zu einem prestigeträchtigen Event für die gesamte Region entwickelt, das jährlich etwa 20'000 Menschen ins ikonische Festivalzelt neben der Tschuggenhütte zieht und über 15'000 Übernachtungen generiert», freut sich Tourismusdirektor Roland Schuler.