30. Juni 2020

Schweizer Superstars starten beim Swiss Epic in Graubünden

Scott-SRAM Team | © Sportograf

Der Olympiasieger und mehrfache Weltmeister Nino Schurter startet mit dem SCOTT-SRAM Team zum verspäteten Saisonauftakt beim diesjährigen Swiss Epic in Graubünden. Schurter wird das Rennen zusammen mit Lars Forster bestreiten. Die beiden Schweizer gehören damit zu den Topfavoriten, haben sie doch 2019 bereits das legendäre Absa Cape Epic in Südafrika gewonnen. Um dem Sieg in Graubünden fahren aber noch zwei weitere Schweizer: Andri Frischknecht und Matthias Stirnemann gewannen das Swiss Epic 2018 und werden alles tun, um ihren Triumph zu wiederholen. Mit Thomas Frischknecht und seinem Teamkollegen wird SCOTT-SRAM ein weiteres Team stellen, welches neben den Profis um den Grand Masters-Titel beim wichtigsten internationalen MTB-Etappenrennen des Jahres kämpfen wird.

«Ich freue mich riesig, endlich ins Renngeschehen zurückzukehren», sagt Nino Schurter. «Nach der Absage des Absa Cape Epic ist es grossartig, dass wir nun das Swiss Epic als Saisonstart für die danach beginnende Weltcupsaison nutzen können. Das Swiss Epic ist für mich aber mehr als ein Vorbereitungsrennen: Ich will in Graubünden gewinnen. Der Umstand, dass ich auf den Trails in meiner Heimat um den Sieg kämpfen kann, macht es umso spezieller – denn ein Erfolg beim Swiss Epic fehlt mir in meinem Palmarès noch. Ich werde alles daransetzen, dies zu ändern.»

Matthias Stirnemann und Andri Frischknecht hätten das Duo Schurter/Forster ursprünglich beim Absa Cape Epic im März unterstützt. Rund sechs Monate später könnte ihre Rolle beim Swiss Epic in Graubünden eine etwas andere sein, denn neben der Unterstützung für die Teamleader liebäugeln auch sie auf den Gesamtsieg. Stirnemann kennt seinen prominentesten Gegner sehr gut: Er hatte 2017 mit Nino Schurter das Absa Cape Epic gewonnen.

«Swiss Epic in Graubünden ist aufgrund der vielen Anstiege eigentlich anstrengender als das Cape Epic in Südafrika» meint Andri Frischknecht zum Vergleich zwischen den beiden Rennen der weltweiten Epic-Series Veranstaltungsreihe. «Allerdings ist es kürzer und hat den Vorteil, dass wir das Terrain in der Schweiz etwas besser kennen als in Südafrika.» Die lange Wettkampfpause war auch für erfahrene Profis wie Frischknecht keine einfache Zeit. «Glücklicherweise konnten wir in der Schweiz, jederzeit im Freien trainieren. Deshalb war die Pause eher psychisch anspruchsvoll. Mit dem Swiss Epic in Graubünden haben wir nun ein klares Ziel vor Augen. Das hat mich zusätzlich motiviert, noch härter zu trainieren.»

Auch Andris Vater, der SCOTT-SRAM Teammanager Thomas «Frischi» Frischknecht nimmt wieder am fünftägigen Etappenrennen teil. Der Olympia Silbermedaillengewinner von 1996 geht das Rennen jedoch anders als früher an. «Für mich ist heutzutage der Spassfaktor viel wichtiger als der Leistungsaspekt», erklärt Frischknecht. «Ich geniesse es, Teil des Feldes zu sein und die Rennatmosphäre zu spüren.» Als Mitgründer des Rennens beobachtet er auch dessen Entwicklung: «Es freut mich riesig zu sehen, wie das Swiss Epic wächst», meint er. «Gegründet als Start-Up im Jahr 2014, ist es nun auf gutem Weg, das beste Etappenrennen Europas zu werden. Selbst unter den schwierigen Umständen in diesem Jahr bin ich überzeugt, dass wir ein aussergewöhnlich starkes Profifeld am Start haben werden.»

Die Veranstalter erwarten mehr als 250 Zweierteams am Start des Swiss Epic in Graubünden. Neben dem SCOTT SRAM Team interessieren sich zahlreiche weitere Topfahrer für eine Teilnahme und werden voraussichtlich für das stärkste Feld in der Geschichte des Swiss Epic sorgen. Ihre Bekanntgabe erfolgt jeweils, sobald die Teilnahme bestätigt ist.

 

Arosa Horizonte Teams
Das Swiss Epic 2020 findet vom 18. – 22. August statt und in Arosa sind die 2er-Rennteams von Mittwoch bis Freitag, 19. – 21. August. Neben den lizenzierten Profis fahren auch drei Teams für Arosa unter dem Namen „Arosa Horizonte“: Christoph Sauser und Silvio Bundi, die beiden ehemaligen Mountainbike-Profis und Gewinner des Cape Epic im Jahr 2006, die Brüder Thomas und Volker Martins vom Chaostheater Oropax sowie die Locals Markus Thommen und Daniel Wohlgensinger.