3. Juli 2020

Der 2020 Mercedes Benz UCI Mountain Bike World Cup Lenzerheide ist abgesagt

Der 2020 Mercedes Benz UCI Mountain Bike World Cup Lenzerheide, der aufgrund der COVID-19-Pandemie bereits von August auf September verschoben wurde, kann trotz intensivem Einsatz des Organisationskommittees nicht stattfinden. Die Gründe dafür sind einerseits die fehlende Planungs- und Durchführungssicherheit für Grossveranstaltungen ab September, aber auch die aktuell vorgegebenen Schutzmassnahmen, die bei einem Event wie dem UCI Mountain Bike World Cup nicht hätten garantiert werden können. Die gemäss den aktuellen Vorgaben erforderliche Bewilligung kann der Kanton Graubünden zum jetzigen Zeitpunkt nicht erteilen, da der Anlass erst im September stattfindet und die dann geltenden Vorschriften noch nicht bekannt sind. 

Nun ist es definitiv
Der geplante 2020 Mercedes Benz UCI Mountain Bike World Cup vom 4. bis 6. September 2020 wird nicht in Lenzerheide stattfinden. Die Absage betrifft sämtliche Disziplinen: Cross-Country Olympic (XCO) mit Cross-Country Short Track (XCC) und Downhill (DHI). Die Organisatoren in Lenzerheide bedauern den Entscheid sehr: «Wir haben bis zum letztmöglichen Zeitpunkt gewartet und haben uns täglich für eine möglich Durchführung eingesetzt. Umso mehr schmerzt es, dass auch wir den geplanten Weltcup nicht durchführen können», sagt OK-Präsident Christoph Müller.

Auch mit Geisterrennen mehr als 1000 Personen
Zuletzt wurde auch eine Austragung ohne Zuschauer geprüft. Zählt man aber nur schon die Athletinnen und Athleten, Betreuende, Offizielle, Organisierende, Helfende, Medienschaffende und weitere Personen zusammen, die trotz solcher Geisterrennen vor Ort wären, sind wir bereits bei 1500 bis 1800 Personen, womit es deutlich über den 1000 erlaubten Personen wären. Zum aktuellen Zeitpunkt kann niemand garantieren, dass mit einer Event-Bewilligung für diese Personenanzahl ab September gerechnet werden kann, hielt sich doch der Bundesrat bei der Pressekonferenz vom 19. Juni 2020 diesbezüglich zurück und verwies die Verantwortung zurück an die Kantone. 

Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Schutzmassnahmen
Neben der limitierten Personenanzahl sind es die aktuell geltenden Schutzmassnahmen, die den Organisatoren sorgen bereiten. Die aktuell geltenden Schutzmassnahmen sind mit Sektoren für eine Outdoorveranstaltung in dieser Grössenordnung nicht konsequent anwendbar und viele Punkte sind unklar. Der nötige Schutz für alle Beteiligten kann unter Berücksichtigung der aktuellen Bestimmungen nicht zu hundert Prozent gewährleistet werden. 

Stand heute kann keine abschliessende Event-Beurteilung vorgenommen werden, da sowohl die epidemiologische Lage als auch die entsprechenden Vorgaben im September nicht absehbar sind. Eine verlässliche Entscheidungsgrundlage ist zum heutigen Zeitpunkt aber unerlässlich für einen Event in dieser Grösse und unter Berücksichtigung der Vorlaufzeit für die Erarbeitung eines umfassenden Schutzkonzepts. Da die nächste Entscheidung bezüglich Lockerungsmassnahmen des Bundes nicht vor Mitte August erwartet wird und der Kanton Graubünden keine Sonderbewilligung ausstellt, sehen sich die Organisatoren zum Schritt der Absage gezwungen.