Neuer Publikumsrekord am 3. Arosa Mundartfestival

Es liegen vier Tage voller Schweizer Mundartkunst hinter uns – von 3. bis 6. Oktober 2019 stellte Arosa das Zentrum für Poesie, Literatur, Dichtkunst, Spoken Word und Musik aller Variationen dar. Selten dürfte das Programm eines Festivals so breit gefächert gewesen sein wie hier auf rund 2'000 Meter über Meer. In seiner dritten Auflage verzeichnete das Arosa Mundartfestival einen Besucherrekord – und dies trotz der kurzfristigen Absage von Sina, die leider wegen einer Kehlkopfentzündung stimmlich nicht in der Lage war, ein Konzert zu geben.
Kontaktdaten
Marion Schmitz
Leiterin Marketing & Kommunikation
Arosa Tourismus
T +41 81 378 70 47
marion.schmitz@arosa.swiss

14 Acts mit insgesamt 35 Künstlerinnen und Künstlern waren von Donnerstag bis Sonntag in Arosa zu sehen und zu hören. Das Mundart-Wochenende in Arosa enthielt alles, was sich Kulturliebhaber nur wünschen können – von Diskussionen bis hin zu Konzerten und Lesungen, mit wundervollen Gedichten,  Schwyzerörgeli und vielen Klängen mehr. Das 3. Arosa Mundartfestival war sowohl für die zahlreichen Gäste als auch die Veranstalter ein voller Erfolg. Über 1'500 Besucher zeigten sich begeistert von dem vielseitigen Programm. Nicht nur beim Publikum ist das Festival zunehmend gut verankert, sondern auch in der Szene. Das Arosa Mundartfestival ist zum Ort geworden, wo die Mundartkultur kritisch verhandelt und lustvoll zelebriert wird. Und zwar in all ihren Facetten vom Rap bis zur szenischen Lesung eines Romans, vom Song bis zur Satire. Auch die Künstlerinnen und Künstler geniessen dieses Kontaktnetz unter Mundartspezialisten ähnlich einem Familientreff. «Das Besondere am Arosa Mundartfestival ist, dass man hier an einem Ort die wichtigsten Exponenten der verschiedenen Wortkunstarten hört. Wo sonst kommen berühmte Pop- und Rocksängerinnen, Spoken-Word-Poeten, Autorinnen und Autoren zusammen und bieten ihre Kunst gemeinsam dar», schwärmt Mundart-Doyen Christian Schmid. Die Kombination aller Künstlerinnen und Künstler in der Vorstellung «Ds Beschte vom Beschte» sei etwas vom Besten, was er in seinen 25 Jahren in der Kulturszene erlebt habe. Was für ein Kompliment für die Mundartfestival-Macher aus Arosa!

Ein weiterer Höhepunkt waren der geistreiche Klamauk des «Trio Chäslädeli» und der Auftritt von Hanspeter Müller-Drossaart und Peter Gisler mit Urner Klängen und Gedichten im Weisshorn-Gipfelrestaurant auf fast 3’000 Metern über Meer. Zur eigentlichen Entdeckung des Festivals wurde die 20-jährige Bündner Musikerin und Songwriterin Fiona Cavegn, die das Publikum an drei Abenden zu Begeisterungsstürmen hinriss. Sie coverte sogar einen Song der kurzfristig ausgefallenen Sina und verzauberte mit ihrer umwerfenden Stimme das Publikum. Sehr erfreut waren die Gäste auch vom Auftritt der Coverband Gülla & Bänd, die mit ihrem Konzert dem Namensvetter Gölä zwinkernd Tribut zollten und schnell zu Publikumlieblingen avancierten.  

Der künstlerische Leiter Bänz Friedli schwärmt derweil über den Verlauf des Festivals. Die Tatsache, dass das Programm mit der Buchpremiere des «Mundart-Papsts» Christian Schmid, einer Uraufführung von Patrick Tschan, einem gemeinsamen Abend aller engagierten Künstlerinnen und Künstler und verschiedenen einmaligen Kombinationen Gross und Klein begeisterte, führte ihn zu folgendem Fazit: «Die Stimmung war einmalig. Es ist wunderschön zu sehen, wie unsere Idee eines Mundarttreffpunkts allmählich aufgeht und beim Publikum Anklang findet. Es ist wirklich wahr – für Innovationen muss man nach Arosa kommen».

Die Würdigung durch das Schweizer Radio und Fernsehen SRF zeigt auf, dass sich die Kultur auch medial immer mehr Beachtung erfreut. Arosa setzt auch hier auf ein Thema mit Zukunftspotential. Der Auftakt des Mundartfestivals mit der Kult-Mundartsendung «Schnabelweid» am Donnerstagabend im Kursaal Arosa wurde nicht nur gebührend inszeniert sondern entsprechend auch live im Radio SRF1 übertragen. Dabei diskutierten die Spoken-Word Künstlerin Stefanie Grob und der Literaturredaktor Markus Gasser mit Christian Schmid über dessen neues Buch «Häbet nech am Huet! E Chiflete». Für die passende musikalische Untermalung sorgte die Bünder Songwriterin Fiona Cavegn. Mehrere weitere Sendungen wurden vom SRF aufgezeichnet.

Noch auf der Bühne haben der künstlerische Leiter Bänz Friedli und der stv. Tourismusdirektor Roland Schuler der Freude über den Erfolg in der Form Ausdruck verliehen, dass sie gemeinsam die nächstjährige Austragung ankündigten. Das 4. Arosa Mundartfestival findet vom 1. bis 4. Oktober 2020 in Arosa statt. Die Veranstalter ermutigen die Gäste sich schon jetzt den Festivalpass zu sichern, waren doch die Spielstätten im Kursaal, im Hotel Valsana und auf dem Weisshorngipfel beinahe ausverkauft. Festivalpässe können bereits jetzt unter mundartfestival@arosa.ch vorbestellt werden.

Verfügbare Medienbilder

  • Güllä & Bänd
    6. Oktober 2019 | © Arosa Tourismus / Nina Mattli
  • Hanspeter Müller-Drossaart & Peter Gisler
    6. Oktober 2019 | © Arosa Tourismus / Nina Mattli
  • Bänz Friedli, Rolf Hermann und Hanspeter Müller-Drossaart
    6. Oktober 2019 | © Arosa Tourismus / Nina Mattli
  • Fiona Cavegn
    6. Oktober 2019 | © Arosa Tourismus / Nina Mattli
  • Ds Trio Chäslädeli
    6. Oktober 2019 | © Arosa Tourismus / Nina Mattli
  • Baze & Band
    6. Oktober 2019 | © Arosa Tourismus / Nina Mattli